Direkt an der Hauptstraße durch Alego (Kenia) mitten in der grünen Landschaft liegt die Banda der Sauti Kuu Foundation. Was das ist? Bei der Banda handelt es sich um einen sicheren Ort, der Raum für Jugendliche bietet, um miteinander ins Gespräch zu kommen und die Probleme und Herausforderungen ihres täglichen Lebens zu diskutieren. Gleichzeitig ist es aber auch der Ort, an dem die Jugendlichen die Workshops der Stiftung besuchen. Es ist außerdem ein Platz, auf dem sie Fußball spielen, lernen und sich Rat holen können.

Der Bau der ersten Gebäude wurde am 6. April 2011 aufgenommen. Der Plan stammt von der Organisation Architecture For Humanity, die aber im Diskurs mit den Jugendlichen auch Anpassungen an den Plänen und am Design während der Arbeiten zugelassen hat.

Heute stehen auf einer Fläche von 270 qm zwei Gebäude: Die Banda selbst ist ein rundes, halboffenes, überdachtes und mit einem Regenwasserspeicher ausgestattetes Plateau, in dem sich ca. 30 Leute aufhalten können. An diesem Ort trifft sich auch die SKF Jugend. Das zweite Gebäude bietet dem SKF-Büro Platz, aber auch einer Speicherkammer, einer Küchenzeile, einen Aufenthaltsraum, zwei Badezimmer und zwei Schlafräume, in denen die SKF-Mitarbeiter übernachten, wenn sie einen Workshop durchführen. All diese Bauten wurden nach besonderen Maßstäben gebaut: Erstens sollten sie Regenwasser auffangen und verwertbar machen können, und zweitens (das gilt besonders für die Banda) dem Wetter optimal standhalten. Auch der Umweltfaktor kam nicht zu kurz: Das Gebäude wird passiv gekühlt (Niedrig-Energie-Haus) und hat eingebaute Vorrichtungen zur „Ernte“ von Regenwasser, sowie einen Filter, der das gesammelte Wasser trinkbar macht. Baumaterialien waren fast nur Holz und Stein, Beton und Stahl wurden so sparsam wie möglich verbaut. Der Großteil wurde in Handarbeit gebaut (technische Hilfe gab es nur in Form von einem Betonmischer und den Transportfahrzeugen, die die Rohstoffe lieferten). Außerdem wurden die Bauwerke in einer Weise errichtet, in der das verwendete Holz vor Termiten und Wasserschäden geschützt werden kann.

Geplant sind daneben ein Gewächshaus und Schaugärten, in denen experimentelle Landwirtschaft betrieben werden soll. Es soll also herausgefunden werden, welche Gemüsesorten auf dem Land und in diesem Klima auf möglichst ertragreiche Weise angebaut werden können, um das Angebot der lokalen Bauern breiter fächern zu können und sie unabhängiger von Wetterschwankungen zu machen. Das letzte Projekt bis zur Vollendung wird der Bau eines Multifunktions-Sportplatzes sein, der für die SKF Jugendlichen offen zugänglich ist. So können sie sich auch außerhalb eines Workshops treffen und Sport treiben, vielleicht sogar die Spiele spielen, die sie bei uns gelernt haben.

Am 7. Juni 2012 wurde die Banda feierlich eröffnet. Anwesend waren Sara Obama, der Dorfchef und der Schulleiter sowie Mitglieder des Bauernrates. Sie alle begrüßten und lobten die Projekte, die Sauti Kuu für die Jugendlichen auf die Beine stellt und von denen die ganze Gemeinschaft profitieren werde.