biogas

Biogas

 

Im Bezirk Siaya in Westkenia, in dem Sauti Kuu ansässig ist, hängen 80% des wirtschaftlichen Vermögens der Region und 60% der Haushaltseinkommen von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft ab. Die Bauern wiederum sind stark von den beiden Regenzeiten pro Jahr abhängig, da es in der Region sonst keine andere verlässliche Form der Wassergewinnung gibt. Mit einer Bewaldung von nur 2% werden die Regenfälle in der Region jedoch immer unberechenbarer. Ein wichtiger Faktor für den Rückgang der Waldflächen ist die Nutzung von Brennholz zum Kochen auf den traditionellen Drei-Steine-Kochstellen. Die ohnehin wirtschaftlich schwache Bevölkerung dieser Region trägt durch die Zerstörung der Waldflächen so weiter zur eigenen Verarmung bei. Es gibt keine regelmäßigen Regenfälle mehr, und nicht selten bleibt der Regen ganz aus oder fällt wesentlich kürzer aus als erwartet. Dies führt dazu, dass die Ernten immer schlechter werden.

Das Biogas-Projekt ist der Versuch, eine Alternativlösung für diese verheerende Zerstörung der Wälder zu finden. Die Idee war es, in Zusammenarbeit mit einem Partner, dem deutschen Unternehmen Rehau, ein kostengünstiges Mikro-Biogassystem auf Kuhdungbasis für den Hausgebrauch zu entwickeln und zu fertigen, das auf die lokalen Bedingungen abgestimmt ist und von den Familien genutzt werden kann, die eigene Tiere besitzen – das sind rund 90% der Familien in der Region.

Das Biogas-System wurde von Rehau in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen von Sauti Kuu entwickelt, gebaut und installiert. Die Jugendlichen lernten auf diese Weise nicht nur, wie das System gebaut wird, sondern auch, wie es zu warten ist.

 

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