Grow to eat and learn to earn


Heute wurde den Jugendlichen von Sauti Kuu beigebracht Kartoffel anzupflanzen. Sobald die Kartoffeln geerntet werden können, können diese nicht nur verzehrt werden, sondern auch verkauft werden um sich vom Erlös Schulbücher zu kaufen. Um die Kartoffel, als Nahrungsmittel noch mehr wertschätzen zu lernen wird den Jugendlichen beigebracht die Kartoffeln zu verarbeiten -beispielsweise zum traditionellen Chapati, Kuchen oder Fritten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass die Kartoffel dem Körper wertvolles Vitamin A zuführt, welches als Immun-Booster gilt.

In diesem Projekt lernen die Bauern, Lebensmittel für den Eigenverbrauch anzubauen und den Ernteüberschuss zu verkaufen. Einen Teil ihres Einkommens können sie ansparen und damit kleine Projekte zur Schaffung einer Einkommensgrundlage starten. Sie können das Einkommen aus ihren Verkäufen aber auch zusammenlegen und sich über ein Programm namens „Table Banking“ gegenseitig Kredite gewähren.

Das Projekt wurde im März 2014 ins Leben gerufen. Die erste Maßnahme bestand darin, den Teilnehmern beizubringen, wie sie zu Hause Küchengärten anlegen können. Den Familien wurden die Grundlagen des Kompostierens und der ökologischen Landwirtschaft vermittelt.

Insgesamt umfasst das Projekt „Grow to Eat“ 73 Teilnehmer, von denen 55 sehr aktiv sind. Mit Hilfe des Financial Literacy Trainings von Sauti Kuu haben sie ein Sparprogramm ausgearbeitet und engagieren sich im Rahmen des Projekts Table Banking, einem Gruppenspar- und -kreditprogramm, zu dem die Mitglieder einen finanziellen Beitrag leisten, von dem dann wiederum gegen einen geringen Zinssatz Kredite an andere vergeben werden.

Das Projekt umfasst mittlerweile drei Gruppen, die von Jahr zu Jahr mehr Mitglieder verzeichnen. Und auch bei Menschen außerhalb der Sauti Kuu Familien steigt das Interesse, sich an der Initiative zu beteiligen. Neben den 73 Mitgliedern, die an den Meetings teilnehmen, gibt es noch 10 Familien, die nicht offiziell zu Sauti Kuu gehören, die von der Organisation vermittelten Techniken aber ebenfalls erlernt und übernommen haben, um ihre eigenen Küchengärten anzulegen und eine kleine Landwirtschaft zu betreiben. Auf diese Weise hat sich das Projekt auch über Sauti Kuu hinaus verbreitet.

Das Projekt „Grow to Eat“ hat das Leben der beteiligten Familien verändert und ihre Chancen verbessert, sich selbst zu ernähren und Geld anzusparen. Obwohl es hauptsächlich Frauen sind, die an den Meetings teilnehmen, arbeiten auch verstärkt Männer aktiv in den Küchengärten mit.

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