Wien/Hannover.- (sw) Dass die Opernbälle in Wien und Hannover nahezu zeitgleich stattfanden, mag Zufall sein. Dass Conchita Wurst bei beiden Bällen als Stargast auftrat, auch. Aber, dass der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, Peter Karst, den Opernball in Wien und nicht in Hannover besuchte, war keineswegs Zufall, sondern hatte einen durchaus ernstzunehmenden Hintergrund. Er begleitete Dr. Auma Obama, die von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seiner Frau Doris Schmidauer als Ehrengast zum Opernball eingeladen worden war.

Vor dem Beginn des Balls fand in der Wiener Hofburg ein intensives Gespräch statt, bei dem die Möglichkeiten ausgelotet wurden, wie die Beziehungen zu Afrika auf eine neue Grundlage gestellt werden können. „Wir müssen mehr miteinander kooperieren und voneinander lernen“, meinte Alexander Van der Bellen, für den der Ball viel mehr ist als nur ein fröhliches Fest. „Der Opernball ist eine Art Staatsball, bei dem internationale Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur zusammentreffen“, so das österreichische Staatsoberhaupt.

Dr. Auma Obama war im Namen ihrer Stiftung „Sauti Kuu“, die sich die Förderung von Jugendlichen zum Ziel gesetzt hat, nach Wien gekommen. Junge Menschen sollen mit Hilfe der Stiftung in die Lage versetzt werden, auf eigenen Beinen zu stehen. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe.

Genau darum geht es auch bei dem Projektansatz, den die Handwerkskammer Hannover mit der Stiftung Sauti Kuu verbindet. Auma Obama ist begeistert von der handwerklichen Ausbildung in Deutschland und hat bereits mehrfach die Handwerkskammer in der niedersächsischen Landeshauptstadt und den Campus Handwerk in Garbsen besucht, um sich vor Ort ein Bild von den Möglichkeiten zu machen. Ein Kooperationsprojekt, an dem auch die Fachhochschule des Mittelstandes beteiligt ist, ist in Vorbereitung. (06.03.2019)


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